Repository | Series | Book

Hyperbolische Erfahrungen sind Steigerungsformen, in denen das, was sich zeigt, über sich selbst hinausgeht. Hyperphänomene überqueren Schwellen des Fremden, ohne sie zu überwinden. Sie tauchen in vielerlei Gestalt auf. Als Unendliches, Unmögliches, Unsichtbares oder Unvergeßliches spren- gen sie den Rahmen der Erfahrung. In der ofenen Form von Gabe, Stell- vertretung, Vertrauen und Gastlichkeit knüpfen sie soziale Fäden, die der normativen Regelung entgleiten und in den Exzessen der Gewalt zu zerrei- ßen drohen. In der Fremdheit des Religiösen erreicht die Transzendenzein eigenes, aber auch strittiges Gewicht. Methodisch verlangt die Hyperbolik nach einer indirekten Beschreibung, die aufzeigt, was sich dem direkten Zugrif entzieht. Sie bewegt sich an den Rändern der Phänomenologie.
Publication details
Full citation:
Waldenfels, B. (2012). Hyperphänomene: Modi hyperbolischer Erfahrung, Suhrkamp, Berlin.
Table of Contents
This document is unfortunately not available for download at the moment.